So war der Freitag mit Adel Tawil, Lo & Leduc und Wincent Weiss

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Das diesjährige Stars in Town bietet ein Programm, dass an seiner Vielfalt kaum übertroffen werden kann. Nach dem Metal- und dem Frauenabend folgte gestern der Abend der deutschsprachigen Musik. Und der Herrenacker war so früh gefüllt wie selten oder nie zuvor.

Wincent Weiss sorgt für Kreischalarm und einen vollen Platz zur Türöffnung

Bei Deutschland sucht den Superstar ist er zwar lediglich unter die letzten 29 Teilnehmer gekommen bevor er ausschied, das dürfte dem jungen Wincent Weiss mittlerweile aber ziemlich egal sein. Denn er feiert auch ohne Dieter Bohlens Hilfe grosse Erfolge. Und er schaffte, was bisher noch keinem Eröffnungs-Act an diesem Festival gelungen ist. Der Herrenacker war bereits kurz nach Türöffnung bis nach hinten gefüllt. Ganz vorne standen Fans, die bereits am frühen Nachmittag vor dem Eingang ihren Platz gesichert hatten. Mit lautem Kreischen wurde der Musiker von ihnen empfangen, als er endlich vor ihnen stand. Mit viel Publikumsnähe und grossen Songs hatte Weiss die Konzertbesucher auf seiner Seite. Egal ob er sich mitten in die Zuschauermassen begab, bei 365 Tage die Ballons fliegen oder Konfetti auf die Köpfe regnen liess. Der Auftakt mit Wincent Weiss war im wahrsten Sinn des Wortes ein Feuerwerk.

Lo & Leduc: Die grössten Geschichtenerzähler der Schweiz

Mani Matter hätte grosse Freude gehabt, hätte er Lo & Leduc noch erleben dürfen. Die Berner stehen ihm in Sachen Wortwitz und Alltagsgeschichten in Nichts nach. Bereits vor drei Jahren haben die Rapper mit ihrer Band den Herrenacker auf den Kopf gestellt. Seither sind noch weitere Hits dazugekommen. Allen voran 079, welches mittlerweile die offiziell erfolgreichste Schweizer Single aller Zeiten ist. Aber auch mit Jung verdammt oder Mis Huus diis Huus wussten die beiden Jungs wieder zu überzeugen. Sogar einen lokalen Bezug konnten die beiden einbauen. Auf ihrem Spaziergang durch die Schaffhauser Altstadt entdeckten sie zufällig den Cuba Club, oder wie von ihnen Cuba Bar genannt. Wie passend dass sie auch einen Song in petto hatten, der diesen Namen trägt. Ein Highlight sind auch immer Lo’s Freestyles. Während andere damit ihre liebe Mühe haben, sprudeln bei ihm die Sätze nur so aus dem Mund. Als das Schaffhauser Publikum um Worte gebeten wurde, gaben sie Tiramisu, T-Shirt, Holland, Hörnli oder Bürzi in den Freestyle-Topf zurück. Welche Assoziationen dem Rapper binnen Sekunden einfielen, war aufs Neue beeindruckend. Im Wissen, dass am Ende alle noch auf den einen Song warteten, liessen Lo & Leduc ihre Fans zappeln. So performten sie kurz vor Ende erst noch Räuber u Poli. Mit dieser Herauszögerungs-Taktik steigerten sie die Euphorie ins Unermessliche. Als sie endlich mit den Worten Gäb si mir wenigschtens d Vorwau den Überhit 079 anstimmten gab es auf dem Platz kein Halten mehr.

Adel Tawil geht auf Tuchfühlung mit den Fans

Seine grossen Hits feierte Adel Tawil vor gut zehn Jahren, zusammen mit Annette Humpe als Pop-Duo Ich + Ich. Auch wenn das Projekt offiziell noch immer existiert, so ist der Sänger zurzeit auch alleine äusserst erfolgreich unterwegs. Seine Hits hatte er bei seinem Auftritt als Headliner des Stars in Town alle mit dabei. Selbst wenn man sich nicht so sehr mit Tawil auseinander setzt, werden einem viele der Titel bekannt vorkommen. An Der Himmel soll warten oder Lieder führt momentan kein Weg vorbei. Die Zuschauer zeigten sich aber auch bei allen anderen Stücken äusserst textsicher. So laut war der Gesang diese Woche noch nicht einmal bei Anastacia. Bei Zu Hause war der Vorteil, dass heute jeder ein Smartphone mit sich trägt, für einmal ersichtlich. Denn die Lichter der LED-Lampen erhellten den gesamten Platz und tauchten ihn in ein magisches Licht. Gegen Ende des Sets streute der Sänger Titel aus seiner Ich + Ich Zeit ein. Stark und So soll es sein haben auch nach all den Jahren nicht an Strahlkraft verloren. Vom selben Stern stellte als erste Zugabe ein spezielles Highlight dar – vor allem für zwei Schwestern. Die kleinen Mädchen mit den eher ungewöhnlichen Namen Lya und Elyn durften Tawil beim Refrain tatkräftig unterstützen, als dieser einen Ausflug zur Absperrung vor der Bühne machte. Doch das reichte ihm noch nicht. Mitten durchs Publikum setzte er seinen Weg singend fort. Nach zwei weiteren Zugaben verabschiedete er sich vom Schaffhauser Publikum. Nicht ohne den Wunsch zu äussernh, gerne wieder zurückzukehren. Dann vielleicht wieder mit Ich + Ich?